Eintritt in den
Verein
Das
Schachspielen erlernte ich mit ca. 6 Jahren von meinem Vater, der ein verdientes
Mitglied bei der SG 31 Bensheim war und in dieser Zeit in der 1. Mannschaft
spielte. Mit 8 Jahren durfte ich in den Schachverein eintreten. Wir waren eine kleine Jugendgruppe,
die sich im Nebenraum der Gaststätte „Zum Bierkeller“ in der Grieselstraße
immer Samstag nachmittags zwischen 15:00 Uhr und 18:00 Uhr trafen.
Das
Jugendtraining
Betreut
wurden wir lange Jahre von Alfred Gruel, an den ich mich gerne erinnere. Obwohl
er, nach einer Kriegsverletzung, beide Beine amputiert hatte, war er bei fast
allen Veranstaltungen anwesend und wurde, aufgrund seiner freundlichen Art und
seinen witzigen Sprüchen, von allen immer gerne gesehen. Im Schach war er
ein Spieler gegen den man zwar leicht remisieren, aber nur schwer gewinnen
konnte. Damals war es üblich, dass auch Erwachsene Spieler beim Jugendtraining
anwesend waren und mit uns spielten und analysierten. Meine eigentliche Spielstärke
erreichte ich aber in erster Linie durch meinen häuslichen Fleiß.
Die Schülerzeit
Damals
gab es noch nicht die vielen Alterseinteilungen, wie in der heutigen Zeit. Es
gab 2 Gruppen. In der Schülergruppe spielte man bis zum 14. Lebensjahr, danach
gehörte man bis zum 20. Lebensjahr der Jugendgruppe an. Bei vereinsinternen
Turnieren, Kreismeisterschaften und dem jährlich durchgeführten
Roland-Pokal-Blitzturnier errang ich in der
Schülerklasse beachtliche Erfolge. Pokale, Plaketten und Urkunden
sammelten sich an und bedeckten die Wand über meinem Bett. Leider gab es zu der
damaligen Zeit noch keine Schüler-Hessenmeisterschaften, denn ich hätte gute
Chancen auf den Meistertitel gehabt.
Die Verbandsrunden
Mit
14 Jahren wurde ich 1969 zum ersten mal in der 3. Mannschaft der SG Bensheim am
2. Brett hinter Gerhard Bosbach eingesetzt. Wir beide gewannen alle Partien und
die Mannschaft stieg von der Kreisklasse in die Bezirksklasse auf. Während
Gerhard, der drei Jahre älter als ich ist, gleich in die 1. Mannschaft
wechselte, spielte ich in der 2. Mannschaft am ersten Brett der Bezirksliga.
Auch hier erreichte ich wieder 100 Prozent und wurde daraufhin Stammspieler der
1. Mannschaft in der Landesklasse. Hier teilten sich Gerhard und ich lange Jahre
das Brett 1 und 2.
Eine Partie
Leider
besitze ich, nach mehreren Umzügen, kaum noch Unterlagen aus der früheren
Zeit. Aber zum Glück fand ich in einem alten Partieheft meines Bruders noch
eine Partie, die ich als 15jähriger bei der UV-Meisterschaft gegen ihm spielte.
Schachpartie
nachspielen
Horst Degenhardt – Heinrich
Degenhardt
Jugend-Hessen-Meisterschaften
Im
Jahre 1971 nahm ich mit 16 Jahren zum ersten mal an den
Hessischen-Jugend-Einzelmeisterschaften teil und erreichte unter 12 Teilnehmern
den 3. Platz. Nach einem 8. Platz und wiederum 3. Platz in den
darauffolgenden Jahren erreichte ich 1974 mein Ziel und wurde mit 10,5 Punkten
aus 11 Partien unangefochten Hessischer Jugendmeister.
Jugend-Mannschaftskämpfe
Natürlich
hatte Bensheim auch eine erfolgreiche Jugendmannschaft. Nachdem wir im Jahre
1971 im Finale an Schott Mainz noch gescheitert waren , wurden wir 1973 durch
einen Sieg über Kassel Hessischer Jugend-Mannschaftsmeister.
Hessischer – Jugend - Mannschaftsmeister 1973
Von links: Gerhard Bosbach
(geb. 1952) spielt heute in Eppingen
Wilfried Schöbel-Kröhn
(geb. 1955) spielt heute beim SK Fürth
Bernhard Pitzal
(geb. 1958) spielt nicht mehr aktiv
Heinrich Degenhardt
(geb. 1952) spielt nicht mehr aktiv
Wolfgang Biesiada
(geb. 1956) spielt heute bei der SG Bensheim
Horst Degenhardt
(geb. 1955) spielt heute bei dem SC Lorsch